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Obertraun


Das ist der einzige Text von Roman Pilz, der sehr eindeutig nationasozialistisch ist.

In der Zwischenkriegszeit war er Funktionär bei den Naturfreunden und so wie es ausschaut war er da Sozialdemokrat. Auch nach dem Krieg hat er viel über Obertraun geschrieben. Jedoch ist mir nichts politisches untergekommen.


Dieser Text zeigt den Umbau des Tourismus und ich halte den für sehr interessant.

(Linzer) Tages-Post 18. August 1938 
Aus dem Heimatgau des Führers und dem übrigen Reichsgebiet
Unser Fremdenverkehr
von Roman Pilz / Obertraun

>>> Das man in einem kleinen Ort, der früher von Juden förmlich gemietet war und in deren Besitz der größte Teil von Landhäusern steht, zu Beginn der heurigen Saison einen kleinen Ausfall an Fremden sehen konnte, ist doch eine ganz natürliche Augenblickserscheinung. Und sehen wir genauer hin, wer jammert: Nicht der Gastwirt, der ja solche Besuchsschwankungen immer zu gewärtigen hat. Die raunzten, waren Leute, die früher ihr Haus für den ganzen Sommer über an einen Juden vermieteten, was natürlich bequemer war, als wie tag- oder wochenweise die Gäste wechseln zu müssen. Es sind aber meist Leute, die nur für ihr eigenes Ich Interesse haben. >>>

Willi Kefer aus Goisern war der Kreispropagandaleiter, Lehrer und Heimatdichter

Österreichischer Beobachter: August 1941


Steierische Alpenpost 23. Juni 1939

Apell ders NS-Lehrebundes.




Franz Simonlehner

Pfarrmatriken Ramsau Am 10. Oktober 1903 geboren, getauft am 13. evangelisch

Ramsau Nr. 47 (Heute Hotel Stierer)

Vater nicht bekannt

Mutter: Elisabeth Simonlehner

ledige Magd bei vgo Stierer in Ramsau, daselbst geboren am Oktober 1875.

evangelisch A. B. eheliche Tochter des Johann Simonlehner

Auszüglers am Stierergute in Ramsau und der Elisabeth geb. Landl.



* Verhaftungen. Der Hilfsarbeiter Franz Simonlehner und der B.-B.-Oberbauarbeiter Josef Binder in Winkl, Gemeinde O b e r t r a u n, wurden verhaftet. Bei Simonlehner, der auch ver­dächtig erscheint, der Forstverwaltung Hallstatt ein Fischnetz ge­stohlen zu haben, fand man drei Abschraubgewehre samt Munition, Gemskrückel, Wildschlingen, Bartmasken, Gamsbärte, sowie einen Wildereranzug, an dem noch Gemshaare und Schweiß klebten. Die Gattin Binders, die unmittelbar vor der Hausdurchsuchung einige belastende Gegenstände verschleppen wollte, wurde angezeigt.——

Kundmachung
Beim Laudesgericht Linz (Volksgericht) ist gegen Franz Simonlehner, geb. am 10. 10. 1903, ein Ver­fahren wegen § 3 KVG. anhängig. Der Beschuldigte war vom 15. 4. 1940 bis Kriegsende 1945 als SS.Bewachnngsmann in verschiedenen KZ-Lagern und soll in diesen Lagern Häftlinge in bestialischer Weise mißhandelt und geschlagen haben. Personen, welche über derartige Vorfälle Angaben machen können, werden aufgeftrdert, diese schriftlich beim Landesgericht Linz zu Bg 8 h Br. 7192/47 einzubringen.

Der SS-Mann mit den blutigen Stiefeln
(Von unserem Korrespondenten)
Linz, 20. Mai. Vor dem Linzer Volks­gerichtshof fand gestern eine Verhandlung gegen den 47jährigen SS.-Unterscharführer Josef Simonlechner aus Obertraun statt, gegen den Anklage wegen Mißhandlung von Häftlingen in den Konzentrationslagern Oranienburg, Gusen und Plasov in Polen
erhoben worden war. Der als Zeuge vernommene Vorsitzende des KZ.-Verbandes. Ing. Wiesenthal, konnte dem Gericht Abschriften von eidesstattlichen Erklärungen vorlegen, aus denen hervorging, daß Simonlechner in Plasov alle drei bis vier Wochen an Massenhinrichtungen teilnahm. Häftlinge mußten ihm nach den Exekutionen das Blut von den Stiefeln waschen.

Der Adjutant Amon Göths vor dem Volksgericht
Vor einem Volksgerichtssenat (Vorsitz Ober­landesgerichtsrat Dr. Einfalt) begann heute der Prozeß gegen den Adjutanten des vor kurzem in Polen hingerichteten KZ-Kommandanten von Plaszov Ämon Göth, den 45jäbrigen ehemaligen SS-Unterscharführer Franz Simonlehner, der sich zunächst wegen in Oesterreich begangenen Mißhandlungen von KZ-Häftlingen zu verantworten hat und da­nach als Kriegsverbrecher den polnischen Be­hörden übergeben wird, die seine Auslieferung beantragten.
Franz Simonlehner, der hauptsächlich in den Bewachungsmannschaften der Lager Oranien­burg, Gusen und Krakau seinen Dienst versah, war bei den KZ-Häftlingen überall unter dem Namen ,,Mulo" (Maultier) bekannt und wegen seines besonders grausamen Verhaltens außer­ordentlich gefürchtet. Wie mehrere Zeugen übereinstimmend erklärten, mißhandelte der Angeklagte die Häftlinge stets mit seinem Ge­wehrkolben, wobei einige den von Simonlehner zugefügten Verletzungen erlegen seien.

Ferner gab ein Zeuge an, daß Simonlehner im Lager Plaszov bei Krakau mindestens dreimal in der Woche an Massenhinrichtungen teil­genommen habe, nach denen ihm dann immer Häftlinge das Blut der Ermordeten von seinen Stiefeln entfernen mußten. Die Verhandlung wurde zwecks Einvernahme weiterer Zeugen vertagt.

Menschenschinder vor dem Volksgericht
Der auf der polnischen Liste als Kriegs­verbrecher aufscheinende 45 Jahre alte ehe­malige SS-Unterscharführer Franz Simonlehner aus Obertraun, stand am Mittwoch vor einem Linzer Volksgericht un­ter Vorsitz von OLGR. Dr. Einfalt, um sich wegen Verbrechens der Quälerei und Miß­handlung von KZ-Häftlingen zu verantwor­ten. Simonlehner, der den SS-Bewachungsmannschaften in Oranienburg, Neuengamme, Gusen, Wagrein bei Vöklabruck, Ternberg und Plaszov bei Krakau angehörte, leugnete die ihm zur Last gelegten Ausschreitungen und behauptete, er habe nicht das Recht ge­habt, Häftlinge zu mißhandeln. 
Zwei als Zeugen einvernommene spanische KZler aber sagten aus, daß Simonlehner ob seiner Grau­samkeiten allgemein gefürchtet war. und des­halb den Spitznamen „Mulo" (Maultier), trug. Häftlinge der KZ-Lager Wagrein und
Ternberg mißhandelte er mit Fäusten und Gewehrkolben und verhängte über sie äußerst harte Lagerstrafen. Ein Spanier ist den durch Simonlehner zugefügten Verletzungen er­legen.

Noch schlimmer hat Simonlehner aber in Plaszov gehaust. Wie ein ehemaliger Insasse dieses Lagers, der Zeuge Sterngast bekun­dete, beteiligte sich Simonlehner mehrmals in der Woche freiwillig an Massenhinrich­tungen von KZlern, die für den Arbeitsein­satz nicht in Frage kamen. Häufig mußte ihm der Zeuge das Blut der Ermordeten von den Stiefeln wischen. Wie der Zeuge weiter aus­führte, wurde er selbst von dem Angeklagten nicht geschlagen, da er als Facharbeiter einem Arbeitskommando im Steinbruch angehörte, durch das Simonlehner Vorteile an Zulagen verschiedenster Art bezog. Er war daran in­teressiert, sie einigermaßen gut zu behandeln.

Eine spezielle Art Simonlehners, Häftlinge vom Leben zum Tode zu befördern, war es, die Bedauernswerten solange mit Steinen, die ein Gewicht von 30 Kilogramm besaßen, im Laufschritt auf und ab laufen zu lassen, bis sie völlig erschöpft zusammenbrachen.
Ohnmächtig geworden, ließ er sie dann mit Kübeln kalten Wassers überschütten, worauf sie dis Tortur so lange fortsetzen mußten, bis sie an Erschöpfung zugrunde gingen. Auf diese Weise „erledigte" der Angeklagte einen Arzt namens Goldblatt, der strafweise in den Steinbruch geschickt worden war.

Simonlehner wird vor dem hiesigen Volksgericht, das das Verfahren wegen La­dung weiterer wichtiger Zeugen vertagte, nur jene Verbrechen zu verantworten haben, die er in österreichischen KZ-Lagern beging. Seine Auslieferung als Kriegsverbrecher wird so­dann den polnischen Behörden angeboten werden. Simonlehner war die rechte Hand des KZ-Kommandanten Amon Goeth, der als Knegsverbrecher in Polen hingerichtet wurde.

Aus diesem PDF vom DÖW geht hervor, dass Franz Grün der Stellvertreter Amon Göths war.

Von Andrzej Selerowicz, Winfried R. Garscha

Zwei Wiener SS-Männer in Krakau

Franz Grün, „rechte Hand“ des Massenmörders Amon Göth, und Oswald Bouska, ein „Gerechter unter den Völkern“



Auszug (die einzige Stelle in der Simonlehner vorkommt):

Das Verfahren vor dem Landesgericht Wien (gegen Grün).

Dass schließlich doch auch in Österreich ein Strafprozess gegen Franz Grün geführt wurde, ging auf eine Initiative Simon Wiesenthals zurück, die ursprünglich gar nicht Grün selbst betraf, sondern einen anderen Angehörigen der Wachmannschaft des KZ Plaszow – Alois Zugsberger. Wiesenthal benachrichtigte am 8. Juli 1963 den Leiter der anlässlich des Jerusalemer Eichmann-Prozesses im Innenministerium eingerichteten Abteilung zur Ausforschung von NS-Verbrechen (II C, später Abt. 18)40 von Gesprächen mit Überlebenden des Lagers Plaszow, die ihm die Namen Simonlehner41 und Zugsberger42 genannt hätten:


Gegen Franz Simonlehner war seit 1947 beim Volksgericht Linz ein Verfahren anhängig

(LG Linz Vg 8 Vr 7192/47 bzw. LG Linz Vg 11 Vr 966/49), dessen Akten von der Forschungsstelle

Nachkriegsjustiz nicht ermittelt werden konnten. Das Verfahren wurde 1949

durch den OGH dem Volksgericht Wien zugewiesen (LG Wien Vg 1c Vr 1445/49). Aus

Abschriften im Wiener Akt geht hervor, dass Simonlehner in Linz wegen Quälereien und

Misshandlungen von Häftlingen in Wagrain bei Vöcklabruck, Ternberg und Gusen zu einer

18-monatigen Freiheitsstrafe verurteilt worden war. In den 1970er Jahren führten die Staatsanwaltschaften Wels und Linz – ergebnislose – Ermittlungen wegen Verdachts des Mordes im KZ Plaszow gegen ihn.







Die Kisten von Oswald Pohl.

Am 5. Mai 1945 stürmte die auf der SS-Burg Busau (Bouzov) stationierte Abteilung der SS das benachbarte Dorf Javoříčko (Jaworitsch) und erschoss alle anwesenden 38 Männer. Danach wurde der Ort niedergebrannt.

Es waren äußerst gefährliche Leute.

7 Kisten mit Wertgegenständen aus der Burg tauchen später in Obertraun, im Haus Winkl 18, auf. Sie wurden mit terroristischen Druck im Dachboden versteckt.

Wie es im Bericht der Gendarmerie heißt.

Zuerst Bild 16 und dann 15.

Die anderen Bilder daneben gehören auch zu der Geschichte.

Bei Bild16 und 18 hat Radinger als prov. Gendarm unterschrieben.


Brief von Gendarmen Robert Hirt vom Hochgebirgsposten Hallstatt



Auszug daraus:

Außerdem gelang es noch am 1. 6. 1945 den hiesigen Hochgebirgsposten mit den Kräften der aus den Freiheitsbewegungen Hallstatt, Obertraun aufgestellten Hilfspolizisten in Winkl bei Obertraun 7 Kisten mit wertvollen antiken Gold- und Kunstschätzen, die aus der SS-Burg in Bussau/Olmütz stammten und von dem berüchtigtem SS-Obergruppenführer Pohl verlagert werden sollten, aus ihrem Versteck zu bergen und zu sichern. Die Kunstschätze wurden über Befehl der amerikanischen Militärregierung nach Bad Aussee zur Bewertung und Unterbringung abtransportiert. Nach oberflächlicher Schätzung soll der Wert mehrere Millionen Reichsmark betragen. Die Übernahmsverhandlung befindet sich am Gendarmerieposten Hallstatt.



Er leitete die Konzentrationslager.

Er befahl die Vernichtung durch Arbeit.

Einer der größten Verbrecher des Holocaust.


Von Obertraun ist er weiter nach Aussee und über die Rattenlinie Nord nach Norddeutschland und hat sich dort versteckt. Wurde aber dann entdeckt und in Nürnberg zum Tode veurteilt. Das Urteil wurde als Siegerjustiz gewertet. Deutsche Politiker haben sich für ihn eingesetzt und der Papst hat ihn gesegnet weil er zum katholischen Glauben übergetreten ist. Wurde aber dann doch hingerichtet.


Noch ein Argument aus Obertraun, wenn einer von Siegerjustiz daherfaselt.

 

 

 




 
 
 

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