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Franziska Rosa Hladik

13. Aug.
4 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 21. Aug.


Eine Hallstätterin verschollen in der Sowjetunion



Franziska Rosa Hladik, geborene Hofinger wurde 26. April 1912 in Hallstatt geboren.

Eltern: Joseph Hofinger Aloisia geb. Höll geheiratet 1908

Aloisia Hofinger, hieß ihre Schwester und auch ihre Mutter.

Die Schwester war die erste Gemeindeausschuss, heute Gemeinderat, in Hallstatt.



Es wird eher von ihrem Mann Rudolf berichtet.

Er war Spanienkämpfer, daher weiß man viel über ihn.

Es bleiben jedoch viele Fragen offen.


Rudolf Hladik:

Geboren am 23. Dezember 1906 in Görz (Gorica, damals Untersteiermark). Er erlernte den Beruf des Modellschlossers.

Er trat 1923 der SDAP (Sozialdemokratische Arbeiterpartei) und dem Republikanischen Schutzbund bei. Nach den Februarkämpfen wechselte er 1934 zur damals illegalen KPÖ.


Wann heirateten Franziska und Rudolf?


Im Jahr 1934 floh er über die Tschechoslowakei in die Sowjetunion, wo er in Gorki lebte. (heute Nischni Nowgorod)


Franziska ist mitgeflohen, wann kam das Kind zur Welt?

Sie blieb in Gorki.


Im Mai 1937 reiste er aus der Sowjetunion nach Spanien, um als Interbrigadist für die Freiheit der Spanischen Republik zu kämpfen.

Seine Akte ist im Spanienarchiv des DÖW sowie im katalanischen biografischen Register Sidbrint erfasst.


Nach der Niederlage der Republik wurde er 1939 im französischen Lager Saint-Cyprien interniert.


Im Juni 1940 wurde Franziska und Rudolf die deutsche Staatsangehörigkeit aberkannt. (Deutscher Reichsanzeiger)


1941 kam er in Gestapo-Haft und wurde 1942 zwangsverpflichtet.(DÖW)


Im Jänner 1944 war die Scheidung von Franziska.


War Franziska immer noch in der Sowjetunion?


Nach der Befreiung 1945 Gmünd, Arbeit als Schlosser.

Gestorben im August 1989. (DÖW)


Was ist mit ihrem Kind passiert?

Hat Franziska den Krieg überlebt?


War sie die ganze Zeit in der Sowjetunion und ist sie dort geblieben?


Gorki wurde bombadiert.

War sie im Hotel Lux in Moskau?

Erlebte sie die stalinistischen Säuberungen? (Scheiß Wort)


Gibt es Hallstätter, die etwas wissen?




Jetzt die Belege:


Matricula online

Geburten

Rosa Franziska Hofinger

geb.: 26. April 1912

Taufe 28. April

Hallstatt 153

Eltern: Joseph Hofinger Aloisia geb. Höll geheiratet 1908



Webseite: Dokumentationarchiv des österreichischen Widerstandes


Hladik, Rudolf

ÖsterreicherInnen für Spaniens Freiheit 1936-1939

geb. 23. 12. 1906 in Görz/Gorica (Untersteiermark)

Modellschlosser. Verheiratet, 1 Kind.

1923 SDAP, SchB, 1934 KPÖ. 1934 Flucht über die ČSR in die Sowjetunion. Gorki. Im Mai 1937 von dort nach Spanien. 1939 Saint-Cyprien, 1941 Gestapo-Haft, 1942 dienstverpflichtet. Nach der Befreiung 1945 Gmünd, Arbeit als Schlosser.

Gestorben imAugust 1989.



Deutscher Reichsanzeiger 14. Juni 1940: (ganz unten, rechts, Nr: 72, Nr.: 73 dürfte ihr Mann Rudolf sein.) https://digi.bib.uni-mannheim.de/reichsanzeiger.fcgi?FIF=/reichsanzeiger/film/034-8475/0159.jp2&RGN=0,0,2.7868852459016393,1.904051172707889&CVT=jpeg


Bekanntmachung.

Auf Grund des § 2 des Gesetzes über den Widerruf von Einbürgerungen und die Aberkennung der deutschen Staatsangehörigkeit vom 14. Juli 1933 (Reichsgesetzbl. I S. 480) inVerbindung mir § 1 des Gesetzes über die Aberkennung der Staatsangehörigkeit und den Widerruf des Staatsangehörigkeitserwerbes in der Ostmark vom 11. Juli 1939 (Reichsgesetzbl. I S. 1235) erkläre ich im Einvernehmen mit dem Herrn Reichsminister des Auswärtigen folgende Personen der deutschen Staatsangehörigkeit für verlustig:



Berlin, den 11. Juni 1940

Der Reichsminister des Innern.

J. B.: Pfundtner





Wenn man sich das Rundherum dieser Rubrik, wo dieser Artikel steht, anschaut, geht es da um Juden, deren Besitz sich das deutsche Reich einverleiben will.

15 Cg 215/43 Die klagende Partei Rudolf Hladik, Wien, XVIII., Martinstraße 52, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Richard Schottegg, Wien, XVIII., Währingerstraße 71, hat gegen die beklagte Partei Franziska Hladik, geb. Hofinger, zuletzt Gorki (UdSSR.), derzeit unbekannten Aufenthaltes, wegen Ehescheidung zur GZ. 15 Cg 215/43 eine Klage angebracht. Die Tagsatzung zur mündlichen Verhandlung wurde auf den 18. Februar 1944, vormittags 9610 Uhr, bei diesem Gerichte, Zimmer Nr. 488, anberaumt. 

Da der Aufenthalt der beklagten Partei unbekannt ist, wird Rechtsanwalt Dr. Richard Tenschert, Wien, III., Stelzhamergasse 4, zum Kurator bestellt, der sie auf ihre Gefahr und Kosten vertreten wird, bis sie selbst auftritt oder einen Bevollmächtigten nennt.— 
 Landgericht Wien, Abt. 15, I., Schmerlingplatz 11, am 4. Jänner 1944.

Das gleichgeschaltete Landesgericht Wien war der Justizpalast untergebracht und diente während der Zeit des Nationalsozialismus als Gericht für Zivilrecht.


Im Sowjetischen Hinterland, in Gorki waren die größten Rüstungsbetriebe der Sowjets, darum gab es dort viele Lufangriffe der Nazis.

Die Angriffe waren von Nov. 1941 bis 22. Juni 1943.




Aus dem Buch:

Widerstand und Verfolgung in Oberösterreich 1934 – 1945

Band 1


Der Kampf gegen den Faschismus blieb jedoch nicht nur im nationalen Rahmen, sondern äußerte sich auch auf internationaler Ebene. Eine Reihe oberösterreichischer Kommunisten verteidigte mit der Waffe in der Hand die spanische Republik gegen Franco (zu nennen sind Alois Grünberger, Hans Neissl , Karl Widenig, Franz Willinger, Willi Reizmaier, Sepp Wurmböck, Erwin Steyrer, Rudolf Hinterberger, Walter Koraus, Franz Aischmann, Franz Elmenreich, Roman Füchse!, Rudolf Hladik, Martin Lantner, Sepp Stadlbauer, Karl Wagner, Fritz Hackl und die Gebrüder Alexander, Franz und Hubert Springer), wobei zehn Parteimitglieder (Franz Weigl, Karl Pfob, Max Stark, Fritz Gröblinger, Fritz Mitter, Sepp Mitter, Johann Kottner, Sepp Mittermayr, Hugo Müller, Hans Riedl) in Spanien ihr Leben ließen. (12)


11.) Hladik Rudolf, Modellschlosser, geb. am 23. 12. 1906 in Görz, Küstenland, Italien, rk., verh. mit Franziska Hladik, geb. Hoffinger, derzeitiger Aufenthalt unbekannt, wohnh. in Linz, Unionstraße 50, Eltern: Rudolf und Julie Hladik, geb. Seine!, wohnh. in Linz, Unionstr. 50, Vater gestorben.



Aloisia Hofinger, hieß ihre Schwester und auch ihre Mutter.

Die Schwester war die erste Gemeindeausschuss, heute Gemeinderat, in Hallstatt.


In der Zeitschrift „Betrifft Widerstand 131“vom Zeitgeschichtemuseum Ebensee kommt Aloisia Hofinger auf S. 40 vor:


Die Arbeiterinnen-Zeitung berichtete darüber: „Es ist

somit Genossin Beutlmayr, die einzige Frau im ober-

österreichischen Landtag, da die bürgerlichen Parteien

keine Frau an sicherer Stelle hatten. Bis jetzt sind in 14

Gemeinden Genossinnen bekannt, welche als Vor-

stands- oder Ausschussmitglieder in die Gemeinde ge-

wählt sind.“

Im Salzkammergut wurden in Ebensee (Maria Zieger),

Goisern (Kreszentia Payer, Angela Unterberger) und

Hallstatt (Aloisia Hofinger) in den Gemeinderat ge-

wählt, wo sie die „typisch weiblichen“ Aufgabenberei-

che Familie und Soziales übernahmen, wie etwa Maria

Zieger die Fürsorgeangelegenheiten.

Sie handelte sich jedoch nicht um diese Frau.



Es gab eine Aloisia Hofinger, die im Kz Ravensbrück war.


Rosa Hladik, von der Anti-Hitler-Bewegung war eine andere.

Vieleicht war sie aber mit Rudolf verwandt.

Die Anti-Hitler-Bewegung, (auch bekannt als Hudomalj-Gruppe) der Name Rosa Hladik kommt darin vor.






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